Plagwitz – „Wie Berlin vor 20 Jahren“

Plagwitz ist das Szeneviertel der Stadt Leipzig. Die SchülerInnen können hier gegenwärtige Kunst hautnah erleben.

Der Stadtteil ist ehemaliges Industriegebiet. Seit den 1990er Jahren hat er sich zu einem angesagten Kiez für Künstler, Studenten und Hipster entwickelt.

Bei einem Spaziergang lässt die Schulklasse die vielen Grünflächen, kleinen Kanäle und alten Industriegebäude auf sich wirken.

Besonders die Karl-Heine-Straße und die Zschochersche Straße strahlen mit ihren Geschäften, Cafés und Galerien besonderes Flair aus.

Mädler Passage

Die Mädler Passage ist die bekannteste Leipziger Passage. Sie ist ungefähr 140 Meter lang und wurde zwischen 1912 und 1914 von Anton Mädler errichtet.

Als einzige echte Passage Leipzigs weist sie das Charakteristikum des geschlossenen Daches auf. Die Mädler Passage ist zugleich Einkaufsstraße als auch Ausstellungsstraße.

Historisch-kulturelle Bedeutung hat sie durch Goethes Faust erlangt. Hier befindet sich „Auerbachs Keller“ in dem schon Mephisto und Dr. Faust Wein tranken.

Die SchülerInnen können hier bei einem entspannten Einkaufsbummel eine Mischung Literaturgeschichte erleben.

Verbinden lässt sich das bei einer Einkehr in „Auerbachs Keller„.

Gondwanaland

Gondwanaland

Gondwanaland ist eines der 6 großen Themengebiete im Zoo Leipzig.

Die SchülerInnen finden hier eine Atmosphäre wie im Regenwald vor. Gondwanaland erstreckt sich auf einer überdachten Fläche über 2 Fußballfelder.

Die Schulklasse erlebt über 100 Tierarten und 21000 Pflanzen. Nicht nur die Artenvielfalt ist beeindruckend, auch das tropische Klima das in der Halle vorherrscht ist authentisch.

Technisch höchst anspruchsvoll werden Beregnung, Bewässerung und Befeuchtung der Halle gesteuert.

Gondwanaland hat aber auch eine Stellvertreter- und Schutzfunktion. Der Regenwald und seine Bewohner sind vom Aussterben bedroht.

Hier herrschen an die 26 Grad. Das ist etwa die Temperatur, die die rei­henhausgroße Belüftungsanlage halten wird – ein Kompromiss zwischen der tropischen Tier- und Pflanzenwelt und Besu­cherbehaglichkeit.

Maximal 3118 Besucher dürfen sich in der Halle gleichzeitig befinden. In den Sommerferien wird täglich mit 15000 Besuchern gerechnet.

Die von geplanten 50 auf 67 Millio­nen Euro gestiegenen Kosten dürf­ten damit das Ende der Fahnenstan­ge sein.

Geheizt wird mit Fernwärme aus ei­nem hoch effizienten Gaskraft­werk der Stadtwerke. Wärme­speichern für die Nacht, von einem unterirdischen Regenrückhaltebe­cken und Sensoren, die automa­tisch die Dachluken öffnen, wenn Frischluft gebraucht wird.

Und wenn es im Sommer zu heiß wird? Dann schalten sich Kältekompres­soren an, die alles auf 26 Grad küh­len. Allerdings werden die nagel­neuen Klima-Anlagen nicht eben­falls durch Fernwärme gespeist, sondern mit teurem Strom.

Universitätsbibliothek Leipzig

Die Universitätsbibliothek Leipzig entstand im Jahr 1543. Mit einem aktuellen Bestand von mehr als 5 Millionen Medien ist sie eine der größten Bibliotheken Deutschlands.

Die Bücherei entstand zur Zeit der Reformation als das Dominikanerkloster St. Pauli aufgelöst- und die Bestände übernommen wurden.

Wie so viele Gebäude in Leipzig blieb auch die Bibliothek dem Bombenhagel des zweiten Weltkrieges nicht verschont.

Die Aliierten zerstörten zwei Drittel des Gebäudes. Nur der linke Flügel überstand die Angriffe. Jedoch blieben die Bestände unversehrt.

Der Wiederaufbau gestaltete sich aufgrund finanzieller Engpässe der Stadt Leipzig schleppend.

Erst 1994 begann die 64 Millionen Euro teure Rekonstruktion, die 2002 abgeschlossen war.

Beim Besuch der Universitätsbibliothek Leipzig können sich die SchülerInnen auf einen enormen Fundus an Wissen freuen.

Architektonisch ist neben der originalgetreuen Fassade die Treppenhalle aus weißem Carrara Marmor ein absolutes Highlight.

MDR Studiotour

Der Mitteldeutsche Rundfunk ist ein öffentlich rechtlicher Fernsehsender. Er ist Landesrundfunkanstalt der Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt. Seinen Hauptsitz hat er in Leipzig.

Dort haben SchülerInnen die Möglichkeit hinter die Kulissen des öffentlich rechtlichen Senders zu blicken. Die Führung geht über insgesamt 10 Stationen.

Auf der MDR Studiotour lernt die Klasse vor Allem kennen, wie viel Arbeit hinter einer Fernsehproduktion steckt. Der MDR beschäftigt neben Moderatoren und Kameraleuten unter Anderem Dekorateure oder Tischler. Das ist nötig um ein authentisches Bühnenbild zu schaffen.

Auch die Geschichte des Senders ist Thema der Führung. Das aktuelle Studio war früher beispielsweise ein Schlachthof.

Der Zoologische Garten Leipzig

Der Zoologische Garten in Leipzig ist einer der schönsten Zoo’s Europas. Er befindet sich auf 26 Hektar Größe mitten in der Leipziger Innenstadt.

Der Leipziger Gastwirt Ernst Pinkert gründete den Tierpark 1878.

Die beiden Weltkriege trieben den Zoologischen Garten an den Rand des Ruins. Die Aktiengesellschaft war im November 1918 mit 770.000 Mark verschuldet. Dies war vor allem den ausbleibenden Besucherzahlen geschuldet.

Der Zoologische Garten konnte viele Tiere nicht mehr ausreichend mit Nahrung versorgen. Manche wurden sogar an die hungernde Leipziger Bevölkerung verfüttert.

Die Übernahme des Zoo’s durch die Stadt Leipzig nach den Kriegsjahren war die Folge und sicherte das Bestehen des Tierparks.

Seit 2000 können Schulklassen hier einen „Zoo der Zukunft“ erleben. Die Aufteilung in Themenbereiche war völlig neuartig. Aktuell gibt es für die SchülerInnen die Areale Afrika, Asien, Südamerika, Gründer-Garten, Pongoland, Gondwanaland zu entdecken.

Raus aus dem Labor – naturwissenschaftlicher Rundgang

Diese Stadtführung für SchülerInnen ist ganz speziell. Die Guides führen naturwissenschaftliche Phänomene vor, erklären die Mechanismen dahinter und lassen die Klasse auch selbst probieren.

Der Praxisunterricht kann natürlich keine echte Schulstunde ersetzen, den Kinder aber durchaus spielerisch Spaß an den Naturwissenschaften vermitteln.

Die SchülerInnen bekommen auf dem naturwissenschaftlicher Rundgang ein Buch mit auf den Weg. Darin befinden sich Fragen mit dementsprechenden Lösungen zu den einzelnen Stationen auf der Tour.

Interessierte BegleiterInnen können sich auf der Internetseite der Stadt Leipzig weitere Informationen bezüglich dieses Angebots einholen.

Ja-Sagen auf der Kulturinsel VINETA – Nein! zu den verschwundenen Orten

Ja-Sagen auf der Kulturinsel VINETA – Nein! zu den verschwundenen Orten

Das Leipziger Neuseenland als Folge des jahrelangen Braunkohletagebaus im Süden von Leipzig

Südlich von Leipzig kennt man ihn. Jedoch noch nicht so lange, denn die kontrollierte Flutung begann erst im Jahr 2003. Die Rede ist vom Störmthaler See – ein künstlich angelegtes Wasser, das die Folge des Braunkohletagebaus Espenhain ist. Der Südostteil wurde damals mit Wasser gefüllt, so dass dieser neue See entstand.

Bereits seit einigen Jahren entsteht südlich von Leipzig eine Seenlandschaft, die sich großer Beliebtheit von Erholungssuchenden, Touristen und Schulklassen mit Tagesausflügen erfreut. Das Leipziger Neuseenland schließt auch den bekannten Cospudener See („Cosi“) sowie den Markleeberger See ein.

Doch es ist nicht alles Sonnenschein und Gold, was glänzt. Daran erinnert die Kulturinsel VINETA, die im Störmthaler See schwimmt. Dieses Symbol mahnt das Vorgehen und die direkten Folgen des Braunkohletagebaus. Das mit 15 Metern Höhe schwimmende Gebäude erinnert an die Orte, die dem Tagebau weichen mussten. Die Kulturinsel ist in Deutschland einmalig und vereint in sich die Erinnerungsproblematik, aber gleichzeitig dient sie auch als Event-Insel für Hochzeiten und kulturelle Veranstaltungen.

Wer vor einer Fahrt zur VINETA etwas Stärkung benötigt, isst etwas im VINETA-Bistro auf der Magdeburger Halbinsel. Der frühere Dispatcherturm bietet allerhand Gastronomie mit Speisen und Getränken sowie einen Biergarten, der vor dem Wind geschützt ist. Kinderspielplatz und Info-Startpunkt für eine Amphibientour eingeschlossen!

Wie an einer Perlenkette – entlang eines audiovisuellen Rundweges besuchen Schulklassen die Wohnstätten der Leipziger Komponisten

Die Musikstadt Leipzig schöpft auch heute noch aus ihrer beeindruckenden Musikgeschichte und lädt Schulklassen ganzjährig dazu ein, die aktuellen Angebote im Musikbereich kennenzulernen.

Insgesamt neun Musikerbe-Stätten der Stadt Leipzig wurden im März 2018 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet. Berühmte Komponisten wirkten über Jahre an diesen Stätten und verhalfen ihnen zu großer Berühmtheit. Dazu zählen die Thomaskirche, die Nikolaikirche, die Alte Nikolaischule, das Bach-Archiv Leipzig, die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, das Mendelssohn Haus, das Schumann-Haus sowie das Verlagshaus C.F. Peters mit Grieg-Begegnungsstätte und Gewandhaus zu Leipzig.

Musikinteressierten SchülerInnen ist es empfohlen, innerhalb ihres Leipziger Tagesausflugs oder während ihrer Klassenfahrt, die sogenannte „Leipziger Notenspur“ zu erlaufen. Sie wurde im Mai des Jahres 2012 angelegt und eröffnet. Die Leipziger Geschichte der Musik ist auf diesem Wege wunderbar erlebbar. Insgesamt fünf Kilometer Länge umfasst der Rundweg, der 23 Wohn- und Wirkungsstätten berühmter Komponisten miteinander verbindet. Die Organisatoren haben den Weg für Touristen, Einheimische und Schulklassen mithilfe von 150 Metallintarsien, die im Boden eingelassen sind, nachgezeichnet. Ebenso vervollständigen Stelen, Pylone und audiovisuelle Darstellungen die Standorte bildhaft.

In Leipzig liegt seit dem Jahre 1212 Musik in der Luft

SchülerInnen feiern die Tagesausflüge mit Melodien nach Noten!

Die Musikstadt Leipzig kann eine lange musikalische Tradition aufweisen, die Schulklassen aus weiter Ferne anlockt. Besondere Namen werden mit der Wirkungsstätte Leipzig verbunden: Johann Sebastian Bach arbeitete 27 Jahre als Thomaskantor und Robert Schumann verfasste hier seine Frühlingssinfonie. Auch Clara Wieck feierte in Leipzig große Erfolge: als Pianistin zog sie ihre ZuschauerInnen in ihren Bann. Richard Wagner wurde hier in Leipzig geboren und Felix Mendelssohn Bartholdy brachte als Leiter viele Jahre das Gewandhausorchester zum Schwingen. Und Albert Lortzing komponierte hier seine erfolgreiche Oper „Zar und Zimmermann“.

An dieser Stelle ist das Jahr 1212 zu nennen, das als Zeitpunkt des musikalischen Beginns in Leipzig genannt werden kann. Markgraf Dietrich stiftete ein zuvor angeeignetes Gotteshaus an die Augustiner-Chorherren. Dessen Stiftschule bildete zunächst Knaben in den liturgischen Sing-Künsten aus. Hieraus bildete sich der berühmte Leipziger Thomanerchor heraus. Johann Sebastian Bach leitete diesen 27 Jahre lang und führte mit ihm wöchentlich Motetten und Kantaten auf.

Nun war es weiterhin eine Kunst, sich als Stadt zum wichtigsten Zentrum des musikalischen Lebens in Deutschland heraus zu entwickeln. Das Gewandhausorchester spielt hier mit seiner interessanten Geschichte eine bedeutende Rolle. Musikalische Bürger Leipzigs gründeten im Jahre 1743 das „Große Concert“, bestehend aus 16 Musikern. So begann im Lauf der Zeit das berühmte Gewandhausorchester Fahrt aufzunehmen. Mittlerweile bescheren etwa 200 Musiker den ZuschauerInnen und SchülerInnen wahre Ensemble-Freuden.

Die Oper Leipzig wurde hingegen bereits im Jahre 1693 gegründet. Das Besondere ist, dass sie nach Mailand und Hamburg als die drittälteste Musikbühne Europas zählt.

Und da Leipzig ein Zentrum der musikalischen Künste ist, darf auch die Hochschule für Musik und Theater nicht unerwähnt bleiben. Felix Mendelssohn Bartholdy schuf im Jahre 1843 als Gewandhauskapellmeister das erste deutsche Konservatorium. Er war von 1835 bis 1847 tätig und bot nun – gemeinsam mit Robert Schumann – eine professionelle Ausbildung für junge Musiker an.

Aktuell zieht es Studenten aus aller Welt in die Hochschule, um ihre Musik-Kenntnisse zu verfeinern und weiter auszubilden. Außerdem besuchen viele SchülerInnen die Stadt Leipzig während eines Tagesausfluges oder einer Klassenfahrt, um die Musik in der Luft geschichtlich aufzunehmen.